Fangbericht
Sonne, Ostwind und verpasste Bisse
Sonne, Ostwind und Bisse, die nicht hielten. Rick und Lisa haben hart für ihren Hecht und Zander gearbeitet, und auch das gehört dazu.

Rick, seine Freundin Lisa und ich fuhren guten Mutes ohne echten Plan oder Ziel aufs Wasser. Einfach angeln. Ich war gerade aus einer dreiwöchigen Pause zurück und hatte kaum Gelegenheit gehabt, selbst zu fischen. Zum Glück kenne ich den Fluss gut, das sollte also kein Problem sein. Es war frisch am Morgen, und der Wind machte es nicht besser. Wir begannen mit Gummifischen, um die Stelle ruhig anzugehen, und wechselten dann zu immer lauteren Ködern. Es blieb lange still, eigentlich zu lange, und die erste Stelle brachte nicht einmal einen Biss. Ich hatte gerade darauf gehofft, früh am Morgen gute Geschäfte zu machen, denn meine Erfahrungen mit warmem, sonnigem Wetter mitten am Tag sind nicht gerade gut.
Es wurde ein zäher Start, und erst nach zwei Stunden kam der erste Fisch ins Boot. Ein schöner Zander vergriff sich an einem durchaus kräftigen Spinnerbait von Rick.
Wir fuhren ein gutes Stück weiter flussabwärts zu einer typischen Zanderstelle. Sie liegt einigermaßen geschützt, und dort ist immer ein Fisch zu fangen. Beim ersten Wurf bekam Rick einen harten Zupfer, vergaß aber leider den Anhieb. Nach zwei weiteren verpassten Bissen beschloss ich, selbst einen Wurf zu wagen. Ich fische nicht oft mit, weil es mir wichtig ist, aufzupassen und dafür zu sorgen, dass meine Gäste Bisse bekommen, aber jetzt juckte es doch. Sofort hatte ich einen Biss, und ein kleiner Zander hing am anderen Ende der Schnur. Leider war das der letzte Biss, und es war Zeit umzuziehen.
So hatten wir doch einige Bisse gesammelt, überzeugend waren sie aber nicht. Es war harte Arbeit in Sonne und Wind. Der Wind stand genau falsch für einen guten Drift, also hatte ich mit dem Steuern alle Hände voll zu tun. Wir fischten kurz im Windschatten an einer Stelle, an der ich selten bis nie fische, aber sie sah vielversprechend aus. Schnell folgte der erste Biss, der jedoch verpasst wurde. Nach drei oder vier weiteren Fehlbissen fing Lisa endlich ihren Fisch. Ein schöner Hecht schnappte direkt vor dem Boot sauber zu.
Zusammengezählt bekamen wir genug Aktion, aber die Bisse waren zaghaft und hielten nicht. Kurz vor Schluss fing Rick noch einen kleinen Hecht, doch darüber hinaus brachte ihr Eifer nichts mehr. Rick und Lisa, es war mir ein Vergnügen, euch dabeizuhaben, und ihr habt euch enorm angestrengt, diese Fische doch noch über die Linie zu ziehen.
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