Mark mit dem Zander von 75 Zentimetern, blauer Himmel über dem Fluss

Der Anfang war schwer, wie wir es erwartet hatten. Es war mitten am Tag, und zwei Tage zuvor war es auch nicht wild gewesen, also rechnete ich damit, dass wir es vor allem am Abend holen müssten. Trotzdem bekamen wir an mehreren kleinen Stellen schnell einen Biss, aber dabei blieb es je Stelle auch. Anfangs fischten wir vor allem mit Chatterbaits, doch außer einem kleinen Zander und einem schönen Nachläufer brachten sie wenig.

Neben dem Fischen in und um die Pflanzen befischten wir auch Steinkanten und Buhnen. Dort kann man schön mit einem Crankbait entlangfischen, und das brachte Mark bald Bisse. Er fischte einen Crank mit weniger heftigem Lauf als meiner, und nach drei Bissen für Mark und keinem für mich hatten wir es begriffen: Lärmmacher waren heute nicht erwünscht.

Ich wechselte auf eine Pulsetail Trout, einen Köder, der furchtbar unterschätzt werden kann und meiner Meinung nach zu Unrecht weniger beliebt ist. Dieser Köder kann wirklich magisch sein, wenn nichts anderes läuft, denn natürlicher kann man einen Beutefisch kaum nachahmen. Mark wechselte noch einmal kurz auf einen Chatterbait, rein um zu prüfen, ob unsere Theorie stimmte. Es ging auf den Abend zu, und der Fisch hätte lockerer werden können. Es blieb still, also gab ich Mark einen Gummifisch von kaum 10 cm mit dem Auftrag, ihn einfach einzuwerfen und durch die Pflanzen einzuholen. Beim ersten Wurf war es so weit, und jetzt wussten wir ganz sicher, dass es heute subtil sein musste.

Ich verpasste noch einen schönen Fisch auf die Pulsetail und wechselte ebenfalls auf einen Gummifisch. Es folgten weitere Bisse, darunter ein sehr guter Zander für Mark, der sich seinen Gummifisch direkt vor dem Boot holte, und ich verlor noch ein U-Boot von einem Hecht, der sich an meinem kleinen Köder vergriff.

Das Ende des Abends kam in Sicht, und wir waren durch die Stellen in unserer Reichweite ziemlich durch. Wir beschlossen, noch mit einem großen Gummifisch zu vertikalen, also senkrecht unter dem Boot mit tief geführter Rute, um noch einen dicken Zander als Zugabe zu fangen. Weiter als bis zu ein paar Nachläufern kamen wir nicht, und ich begann schon aufzuräumen. Aus dem Augenwinkel sah ich ein schönes Signal sehr schnell vom Grund kommen, viel schneller als die Fische zuvor. Ohne zu zögern packte es Marks Gummifisch, und nach einem guten Drill kam ein außerordentlich gesunder und wunderschön gefärbter Zander hoch. Marks Rekord stand bei 77 cm, und dieser kam nah heran, doch kurzes Messen ergab, dass diesem Prachtfisch 2 cm fehlten.

Fische beißen in Fenstern, und an einem Tag wie diesem dauert es Stunden, bis du weißt, welches Fenster du brauchst. Deshalb ist ein ganzer Tag öfter die richtige Wahl als ein halber.

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