Dennis mit einem Hecht von fast einem Meter, im Hintergrund die Industrie am Fluss

Nach einigen sehr zähen Tagen war mir etwas bange, was dieser Tag bringen würde. Der Fisch war die letzten Tage, gelinde gesagt, aus. Finden war nicht das Problem, Bisse bekommen schon. Wegen der Wettervorhersage entschied ich mich für einen anderen Fluss. Ein Wagnis, denn ich war eine Weile nicht dort gewesen, aber dieses Risiko traute ich mich mit Raymond und Dennis einzugehen.

Wir begannen an einer Stelle, an der oft ein Rapfen oder ein Aland zu fangen ist, und es dauerte nicht lange, bis ein dicker Aland im Kescher lag. Wir setzten unseren Drift fort, und Dennis fing in schnellem Tempo einen Hecht von knapp einem Meter und einen kräftigen Barsch auf einen Gummifisch, der eigentlich für Hecht gedacht war. Mit so einem fliegenden Start hatte ich nicht gerechnet.

Die Bisse brachen hart ein, und wir arbeiteten Stelle für Stelle ohne Ergebnis ab. Ich hatte noch einen Platz im Kopf, an dem wirklich immer etwas zu fangen ist. Wenn es hier nicht klappte, dann war Schluss. Dennis fing dort schnell einen kleinen Hecht. Zum Glück, denn es war still, viel zu still.

Wir beschlossen, die Stelle, an der wir morgens begonnen hatten, noch einmal anzufahren. Auch hier bekamen wir kaum noch einen Biss, bis Raymonds Gummifisch direkt vor dem Boot von einem schönen Zander gepackt wurde. So hatten wir doch etliche Arten im Boot, ohne dass wir dafür losgezogen waren. Der Fluss überrascht immer wieder, selbst an zähen Tagen.

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