Fangbericht
Fünf Arten, drei neue Rekorde und ein Doppeldrill
Dieser Abend hatte alles: fünf Arten, drei neue Rekorde, einen Wels, einen Barsch von 47 Zentimetern und zwei Zander gleichzeitig am Haken.

Der Tag begann sehr zäh. Hier und da fingen wir einen Fisch, aber die Bisse kamen verstreut und mit einigem Abstand. Das kommt mitten am Tag vor, also machte ich mir noch keine Sorgen. Erst als die Sonne tiefer stand und die Strömung anzog, begann es zu laufen.
Am Nachmittag hatten wir ein paar kleine Hechte gefangen, aber nun wurde der Zander aktiver. In schnellem Tempo fingen wir mehrere Zander auf Chatterbaits zwischen den Pflanzen. Es war sogar ein Doppeldrill dabei. Immer schön, und so stiegen die Stückzahlen erfreulich.
War der Nachmittag zäh, so war der Abend wunderbar. Das Wetter passte, der Fisch spielte mit, und die Gesellschaft war gut. Was will man als Guide mehr? Zum dritten Tag in Folge meldete sich ein Wels, und das war ein neuer Rekord für Dennis. Es ist immer schön, neue Rekorde im Boot zu haben, aber es sollte noch viel besser werden.
Wir beschlossen, die letzte Stelle anzusteuern, um die letzte Stunde des Tages zu fischen. Diese Stelle kenne ich sehr gut, und am Hotspot innerhalb der Stelle angekommen sagte ich Dennis und Raymond, sie könnten es hier noch einmal mit einem Gummifisch versuchen. Alles war an diesem Tag geglückt, aber werfend auf Gummifisch einen Fisch zu fangen noch nicht. Nach einigen Würfen war es noch still, und ich sagte Dennis, er solle einmal geradeaus werfen. Ich wusste, dass dort eine kleine Auskolkung lag, von der Strömung ausgewaschen, und darin steht oft ein Fisch oder zwei.
Schnell merkten wir, dass 10 Gramm etwas zu schwer war, also wechselten wir auf einen 8-Gramm-Kopf. Beim ersten Wurf war es direkt so weit. Ein schöner Biss, und dem Klopfen der Rutenspitze nach konnte es durchaus ein schöner Barsch sein. Dennis hatte in dieser Stunde zufällig gesagt, dass ein dicker Barsch seinen Tag perfekt machen würde. Nun, den bekam er, und was für einen. Ein dicker Flussbarsch von 47 cm war der Übeltäter.
Auf dem letzten Stück warfen wir noch einen Chatterbait, und hier bekam Dennis einen merkwürdigen Biss. Ein wunderschöner Aland kam hoch, die fünfte Art des Tages. Der Fluss bleibt ein herrlicher Ort, an dem man nie weiß, was beißen wird. Fünf Arten an einem Abend, und keine davon stand auf dem Plan.
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