Koos hält seinen Hecht über die volle Bildbreite, die Sonne tief über dem Wasser

Es versprach ein sehr windiger, aber warmer und sonniger Tag zu werden. Das ist nicht immer einfach, schon gar nicht, wenn das Wetter täglich umschlägt, aber dann sucht man eben nach dem, was beißen will. Wir begannen sehr früh, und der Plan war, zuerst auf Hecht zu fischen. Ein Hecht legt in den ersten Sekunden so viel Kraft rein, dass du es im ganzen Arm spürst, und deshalb fange ich am liebsten mit ihm an.

Koos begann mit einem ordentlichen Brocken Köder, und ich fischte hinter ihm mit einem kleinen Chatterbait, um zu sehen, ob kleinere Köder etwas bringen. Ich fing schnell ein paar kleinere Barsche um die 30 bis 35 cm, das fing also gut an. Nach einer Stunde bekam Koos einen Knall von Biss und konnte einen schönen Hecht landen. Mission erfüllt. Wir fischten noch etwas weiter, kamen aber nicht über einen sehr dicken Nachläufer hinaus.

Koos hatte noch nicht oft an Flüssen gefischt, also war es schön, ihm verschiedene Seiten zu zeigen, denn der Fluss ist ungemein vielseitig. Nach einer kurzen Erklärung hatte er das Jiggen schnell im Griff und konnte trotz des Windes guten Kontakt zu seinem Gummifisch halten. Wir befischten etliche Stellen, leider vergeblich. Die Zander hielten das Maul fest geschlossen. Ein paar Stunden vergingen, aber die Stimmung war weiter gut. Wir unterhielten uns und genossen die Natur, die Vögel und den Biber, der kurz Hallo sagen kam.

Als wir am äußersten Punkt angekommen waren, beschlossen wir, das ganze Stück zurück zur Slipstelle zu schleppen. So befischt man doch eine Menge Wasser, und es hat sich immer als sehr effektiv erwiesen, gerade an Tagen, an denen es nicht läuft. So hoben wir die Stückzahlen noch etwas an und hakten sogar zwei dicke Aale. So blieben wir wenigstens wach, denn wie stark diese Tiere sind.

Auf dem letzten Stück kurz vor der Slipstelle bekam Koos einen schönen Biss, und ein kleiner Hecht kam hoch. Kurz darauf folgte ein weiterer Biss, weshalb wir das Stück noch einmal abfischten. Wir konnten natürlich nicht anders. Kurz bevor wir wirklich aufhören wollten, wurde mein Wobbler gepackt, und ein dicker Barsch von über fünfzig kam hoch. Das ist Lohn für die Arbeit. So konnten wir trotz der schwierigen Bedingungen zufrieden vom Wasser.

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